Zur Zucht von Froschwelsen

Froschwelse (Clarias batrachus) lassen sich relativ einfach züchten, wie bei allen anderen Fischen der Aquakultur (diese werden insbesondere in ihrer Wildform in Thailand als Speisefische vermehrt) kann dies insbesondere durch Injektionen von gleichartigen Hypophyse-Hormonen erfolgen.
Beim nahverwandten Clarias gariepinus wurden bereits erfolgreiche Versuche sogar auch mit Frosch- und Kröten-Hypophysen durchgeführt (Adekunle A. Salami u.a., 1994)
Für die Hobbyhaltung ist dieses Verfahren allerdings nicht nachvollziehbar und so bietet sich an durch Beeinflussung der Haltungsbedingungen das natürliche Laichverhalten anzuregen.
Wolfgang Ros (vgl.: HIER) erklärt in seinem Hobbybericht (2006) ausführlich sein individuelles Vorgehen, das in seinem Grundsatz die Regenzeit zu simulieren im Groben aber ohne Bezugnahme die Aussagen von Zairin, Furukawa und Aida (2001) wiedergibt.
So lässt sich das Laichverhalten besonders steigern, wenn der Wasserstand gesenkt wird bei gleichzeitiger Temperaturerhöhung und nach einiger Zeit der Wasserstand bei relativer Temperaturabsenkung bis ungefähr zur Ursprungstemperatur wieder angehoben wird. Dies simuliert die relativen Verhältnisse im Ursprungsland, bei denen das Wasser durch Verdunstung sich verringert und aufgrund geringer Tiefe mehr erwärmt, das durch die Regenzeit eingebrachte Wasser sorgt dagegen für eine schnelle Abkühlung und Anhebung des Wasserspiegels.
Bei dieser Methode zeigte sich eine Erfolgsquote von 41,7-50% im Vergleich zu Kontrollversuchen z.B. ohne Temperatur-Anpassung (vergleichbar mit einem einfachen Wasserwechsel bei 23°C) mit 6,7% (Zairin u.a., 2001).
Weitere Information:
Suchwort: “Clarias”
Montag, 15. Juni 2009 13:55
Areerat schreibt bereits 1987 in der Fachzeitschrift Aquaculture zur Zucht in Thailand folgendes:
“When the cold season is past, the fish are ready to spawn.
Feeding is stopped and the water is pumped out of the ditch by a long tail pump,
before new and fresh water is introduced to stimulate spawning.
The pond is filled to a depth of about 25 cm. This stimulates the breeders to spawn in the
holes within l-2 days. The eggs are guarded by the male and hatch within
18-20 h.”
Er verweist damit bereits darauf, daß Frischwasser und eine geringe Tiefe stimulierend wirken.