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Tag-Archiv für » Kochsalz «

Kochsalz und Fischgesundheit

Montag, 23. August 2010 8:42

Kochsalz und Fischgesundheit

In unserem Kundenforum gehen wir in einer neuen Beitrags-Reihe wissenschaftsbasiert den Grundlagen zum Kochsalz und seiner Beziehung zur Fischgesundheit nach.

HIER

Thema: Fischgesundheit, Zierfischhaltung | Kommentare (0) | Autor: FIBERI

Sind Hilfsstoffe im Tafel-Salz giftig für Fische?

Freitag, 20. August 2010 16:01

Sind Hilfsstoffe im Tafel-Salz giftig für Fische?
Wir wissen es etwas genauer, deshalb sagen wir hier zunächst: Finger weg von Kochsalz, welches künstliche Zusätze hat!

Aber das ist es nicht was uns hier interessiert, sondern wo wird dieses oder das Gegenteil unter Hobbyisten behauptet und wie begründet, bzw. belegt?!

Wir möchten ergründen wie sich Informationen verbreiten.

Wer uns genauere Angaben machen kann, bekommt von uns gerne eine belegte Begründung über die tatsächlichen Zusammenhänge.

Thema: Fischgesundheit | Kommentare (0) | Autor: FIBERI

Gefährliche Karpfenpocken

Dienstag, 4. Mai 2010 10:23

“Karpfenpocken” können bei allen Karpfenfischen (Koi, Goldfisch etc.), insbesondere im Gartenteich vorkommen und werden in der Regel als ungefährlich angesehen. Sie werden oft mit dem beim Menschen vorkommenden Lippenherpes gleichgestellt, der bei Stress auftaucht und später schadlos wieder verschwindet.

Dem ist leider nicht ganz so!
Gerade kleine Fische können an der Infektion sterben (85,7% bei 2-wöchigen Karpfen nach Morita & Sano, 1990) und große als Ausprägung eines schwachen Immunsystems so starke Symptome zeigen, daß die Auswirkungen über eine “kleine kosmetische Beeinträchtigung” weit hinausgehen.

Verursacher ist ein Herpesvirus, welches sich in den Nerven des Schädel- und Rückenmarkbereiches einnistet und insbesondere von freien Blut-Lymphozyten in Schach gehalten wird. Da diese Immunreaktion allerdings temperaturabhängig ist, treten so insbesondere bei Temperaturschwankungen gerade in den Übergangszeiten Symptome auf.

Es gibt keine Behandlungsmöglichkeit, um die Ursache zu bekämpfen, ausser zu versuchen durch entsprechende Selektion und Hygienemaßnamen den Verursacher vom eigenen Teich fernzuhalten.

Als Behandlung bei ausgebrochener Symptomatik ist lediglich die Heraufsetzung der Temperatur auf >20°C – 30°C und entsprechende Kochsalzzusätze im Rahmen einer ordentlichen und entstressende Quarantäne möglich.

Weitere Informationen finden sich Hier:

Karpfenpocken
Herpesviren bei Karpfenfischen

Wir empfehlen auch im FIBERI Forum HIER nachzuschauen! (kostenlose & unverbindliche Anmeldung erforderlich!)

Thema: Fischgesundheit, Fischpathologie | Kommentare (0) | Autor: FIBERI

Kleinen Teich behandeln?!?

Donnerstag, 29. April 2010 12:06

Anfrage:

Mir stellt sich momentan folgendes Problem:
Ich habe vor 2 Jahren eine Gartenteich (fertige Teichwanne) mit 2000 Liter angelegt. Dazu habe ich dieses Jahr einen Bachlauf mit insgesamt 12 Metern länge in Betrieb genommen. Dieser Bachlauf ist allerdings im August/September letzten Jahres bereits schon gelaufen.
Zudem habe ich einen Außenfilter passend zur Teichgröße rund um die Uhr laufen. Dieser Außenfilter verfügt auch über eine UV-Filterung, obwohl ich diese momentan noch nicht zugeschaltet hab.
Seit 3 Tagen hat sich bei mir nun eine massive Algenblühte mit Fadenalgen eingestellt. Diese wollte ich nun mit [Produktnamen entfernt] bekämpfen. Jedoch bin ich mir unsicher, ob dies negative Auswirkungen auf den ebenfalls im Teich befindlichen Erkrötenlaich und die Bergmolche hat.
Zudem habe ich 7 Goldfische im Gartenteich. 5 davon sind erst ca. 8-11 cm groß. Insbesondere diese kleinen Goldfische sind nun von einem Ichthyos-artigen Befall befallen. Dieser zeigt sich durch weiße Pünktchen auf den Schwanzflossen sowie dem Körper.
Da ich nur Erfahrung mit Aquariumfischen habe, bin ich diesbezüglich sehr ratlos, wie und ob ich überhaupt behandeln soll.

Aus eigener Erfahrung können wir dazu raten nicht irgendwelche Chemikalien, die mit Sicherheit für die zugewanderte Fauna schädlich sind, anzuwenden, sondern ein solch kleines “Gewässer” einfach durch Wasserwechsel und regelmäßige Hygienemaßnamen zu kontrollieren.

Ein übermäßiger Fadenalgenwuchs resultiert fast immer aus einem Nährstoff-Überschuss, der durch das Fischfutter eingetragen wird und aufgrund fehlender oder unterzähliger Wasserpflanzen nicht natürlich beseitigt wird. Hier bietet sich stets an regelmäßig einen großzügen Wasserwechsel zu machen.

Wir empfehlen grundsätzlich ein- bis zweimal jährlich zur Wahrung optimaler Verhältnisse kleine Teiche zu reinigen am besten im Spätherbst zur Vorbereitung auf den Winter, sowie im Frühjahr, bzw. frühen Sommer. Wenn bei dieser Gelegenheit der Inhalt komplett ausgetauscht wird, sowie über das Jahr regelmäßige Teilwasserwechsel vollzogen werden, werden sich bei angemessener Fütterung bestimmt keine “Algenplagen” mehr einstellen.

Ohne die genauen Bedingungen zu kennen ist es schwer konkret etwas zu empfehlen, allerdings könnte es sich anbieten die erkrankten Fische zunächst herauszufangen und in eine Quarantäne zu setzen. Ohne genaue mikroskopische Diagnose ist es nicht möglich einen eventuellen Krankheitserreger zu ermitteln und dementsprechend eine angemessene Therapie festzulegen, allerdings ist im Zweifel und bei “Ichthyo” (bei Goldfischen) generell die Behandlung mit Kochsalz das Mittel der Wahl (HIER)!

Insofern möglich, könnten der Laich, die Molche, sowie die Fische in eine Ersatzhaltung verbracht, der Teich komplett geleert, durchgereinigt (Schlammentfernung) und ausgetrocknet werden. Dieses würden die Fadenalgen, sowie mögliche Parasiten nicht überstehen, danach könnte das Teichbecken wieder neubefüllt und nach Abklingen der Symptome und einen entsprechenden Zeitraum insgesamt auch die Fische wieder eingesetzt werden. Der Filter sollte dabei belüftet werden und weder stillstehen, noch austrocknen (evtl. darin befindliche Parasiten verhungern ohne Wirtstiere!). Bei Neubefüllung sollte der Teich mit dem Filtersubstrat neu geimpft werden, damit sich auch im Teich schnell wieder eine nützliche (Filter-) Bakterien-Fauna ansiedelt. Es reicht dazu i.d.R. das Filtersubstrat im Teich auszuwaschen, eine ordentliche Portion Gartenerde ist dazu auch förderlich.

Es könnte aber auch insgesamt reichen den Wasserstand soweit zu senken, daß der Laich, sowie die Molche sicher verbleiben können, aber nur die Goldfische zur Quarantäne herausgefangen werden. Der trockenliegende Bereich wird nach einiger Zeit ebenfalls algenfrei sein. Allerdings, insofern eine Infektion mit Parasiten vorliegt ist es fraglich ob diese im nicht vollständig trockengelegten Teich Ersatzwirte neben den Fischen finden und somit sich für eine Neu-Infektion halten können. Ebenso müsste der Laich besonders vor der Sonneneinstrahlung durch Beschattung geschützt werden.

Wären wir betroffen, käme für uns bei Schaffung optimaler Ersatzbedingungen nur die komplette Trockenlegung, sowie die “Behandlung” der Fische in Quarantäne mit Kochsalz in Frage. Dieses würde wieder gute Ausgangbedingungen schaffen, die sich durch regelmäßige Pflegemaßnahmen langfristig halten lassen.

Bei weiteren Fragen stehen wir hier gerne zur Verfügung!

Mit besten Wünschen aus der Redaktion der Fisch(erei) Beratung Ritter

Thema: Antworten auf individuelle Fachfragen, Fischgesundheit, Zierfischhaltung | Kommentare (0) | Autor: FIBERI

Kochsalz oder Meersalz

Montag, 7. September 2009 11:41

Die Frage danach welches Salz sich grundsätzlich oder zu welchem bestimmten Zweck nehmen lässt, ist relativ einfach zu beantworten.

Naturbelassenes Meersalz hat den Vorteil, daß es neben Natrium- und Chlorid-Ionen, welche Fische zur osmotischen Regulation am meisten benötigen auch viele weitere Spuren- und Mengenelemente besitzt, die aus dem Wasser aufgenommen werden und mehr oder weniger zur Ernährung zu zählen sind. Bei Kochsalz ist das eher fraglich. Da naturbelassenes Meersalz allerdings ein Naturprodukt ist, kann nicht bekannt sein woraus es genau besteht, hier wären die praktischen Positiv-Erfahrung von Anwendern interessant, obgleich sie prinzipiell wenig Aussagekraft haben. In unserem praktischen Betrieb benutzen wir allerdings z.B. seit einigen Jahren immer das selbe Produkt, ein bestimmtes Meersalz aus Italien und sind sehr zufrieden damit (Wir erwägen deshalb bald ein entsprechendes eigenes Produkt herauszugeben).

Man könnte zwar davon ausgehen, daß Steinsalz, welches von Urzeitmeeren stammt, ebenfalls mehr Elemente enthält, allerdings ist hier ohne eine Analyse es ebenfalls nicht genau festzustellen und daher fraglich.

Für ein therapeutisches Kurzzeitbad kann sich reines Kochsalz besser eignen, insofern man nach den Angaben von Schäperclaus geht, dieser schreibt dem Natrium eine besonders “reizende” Wirkung zu, die durch Antagonisten, welche im Meersalz zu finden sind, gemindert wird. Aus rein osmotischer Sicht dürfte der Effekt auf die zu bekämpfenden Parasiten und Erreger allerdings sich nicht ändern.

“Reines” Kochsalz findet sich nur bei medizinisch zugelassenen Produkten, welche um einiges teurer sind als lebensmitteltaugliches Kochsalz.
In älterer Fachliteratur wird zwar auch Viehsalz empfohlen, allerdings ist hier auch fraglich welche Beimischungen es enthalten kann.

Aus unserer Sicht lässt sich kurz und knapp definieren, daß zur “Ernährung” stets naturbelassenes Meersalz mit einer “vertrauenswürdigen” Qualität in angemessener Dosis gegeben werden soll und für ein therapeutisches Kurzzeitbad einfaches Speisesalz ohne jegliche Zusätze (Iod oder Fluor) absolut ausreichend ist. Für eine ordentliche Quarantäne über Wochen, sollte der Fisch selbstverständlich auch das “bessere” Meersalz bekommen, da diese stets mit zur bedürfnisgerechten Haltung zu zählen ist.

Thema: Fischgesundheit, Zierfischhaltung | Kommentare (0) | Autor: FIBERI

Fischlaus im Gartenteich

Donnerstag, 23. Juli 2009 14:35

Leserfrage:

Wir besitzen einen Teich der so ca.50.000-60.000l fast leider können wir es nicht 100%ig bestimmen.Unser Teich ist jetzt 2 Jahre alt,in denen sich Kois,Orfen,Goldfische und Schubunkis tummeln.Leider haben sich Karpfenläuse eigeschlichen die eine wahre Plage sind.Wollten nicht mit Chemie arbeiten aus Sorge viele Lebewesen zu vernichten.Also haben wir uns Elritzen und dreistachelige Stichlinge besorgt und hoffen das sie die Plage in griff bekommen.Leider sehen einige Kois nicht gut aus und haben vor lauter Scheuern gerötete Flecken.Wäre es Ratsam Meersalz in den Teich zu schütten.

Meersalz in unbehandelter, naturbelassener Form gehört für uns in jede Fischhaltungseinrichtung, aber in geringer Menge und ausschließlich zur “Ernährung” der Fische, gegen Parasiten wird es hier keine Wirkung haben.

Wollten nicht mit Chemie arbeiten aus Sorge viele Lebewesen zu vernichten.

Eine sehr respektable Aussage, die wir hier nur einmal lobend herausheben wollen.
Allerdings ist mit der Einwirkung des Menschen in die Natur, bzw. hier in das “Naturnahe” immer der Schaden für viele Lebewesen verbunden, es kommt hier darauf an wo man die Grenze ziehen will, bzw. zum Wohle der Fische ziehen muss.

Hier wollen wir aber gerne ansetzen!

Leider wird insbesondere im Laiensystem des Internets (Foren usw.) gerne empfohlen Fischarten gegen bestimmte Probleme gezielt einzusetzen, so auch Elritzen gegen Argulus sp.. Es mag sein, daß eine freischwimmende Laus das Jagdverhalten einer Elritze auslöst und sehr gut in ihr Beutespektrum passt, allerdings geht das ganze nur solange gut, wie die Elritze den Parasiten zuerst erwischt und nicht umgekehrt. Kleine Fische machen ein System auf das man leider hin und wieder einwirken muss sehr unkontrollierbar, in der Karpfenteichwirtschaft wird z.B. gerade aus dem Grund der möglichen Parasitenverschleppung besonderer Wert auf die Entfernung kleiner, ungewollter Fischarten (insbesondere auch Stichlinge) gelegt.

Insofern die Elritze, welche als einheimische Kaltwasserart (Phoxinus phoxinus) unter den für Warmwasserfische wie den Karpfen oder den Goldfisch anzustrebenden Optimalbedingungen (ca. 28°C) nicht zu halten ist, und ebenfalls der Stichling, der in einem evtl. kleineren Biotop besser unter sich zu halten ist, nur aus diesem Grund angeschafft wurden, sollten sie bei den im Weiteren beschriebenen Maßnahmen aus dem betroffenen Teich entfernt und ihren Bedürfnissen entsprechend umgesetzt werden.

Um wirklich biologisch sinnvoll auf die Situation einzuwirken muss der Teich, der mit der angegebenen Größe noch recht überschaubar sein von den Fischen befreit werden. Dieses hat zur Folge, daß die Parasiten aushungern und in einer ordentlichen Quarantäne die betroffenen Fische behandelt, bzw. befreit werden können.

Um wirklich alle potentiellen Wirte aus dem Teich zu entfernen, muss mit Sicherheit das Wasser herausgepumpt werden. Dieses hat ebenfalls den Vorteil, daß ein ordentlicher Wasserwechsel ebenfalls sehr förderlich für die Fischgesundheit sein kann. Die Kosten sind relativ gering, insofern keine Abwassergebühren anfallen (vgl.: HIER).

In der Zeit, welche die Fische in der Quarantäne verbringen, kann der Teich bei niedrigem (bzw. leerem) Wasserstand sich selber befreien. Der Filter sollte allerdings weiterlaufen und nach Neubefüllung sollte der Teich angeimpft werden.

Beim Herausfangen der Fische sollten diese nach Möglichkeit bereits mechanisch von sovielen Parasiten befreit werden, wie es möglich erscheint ohne die Tiere zu sehr zu verletzen oder zu stressen, die Abwägung zum Nutzen der Entfernung ist allerdings sehr schwierig.

Egal welche Handhabung oder Behandlung ansteht, der Fischhalter muss stets eine akute Abwägung zum Stress des Tieres treffen!
(Diese Aussage soll nicht wie von ganz unkundigen Laien im Internet oft verbreitet zu der Annahme führen, daß ein Mittel im Teich sinnvoll wäre, weil das Herausfangen Stress bedeutet!)

Die Rötungen der Fischhaut zeigen, daß hier schon Entzündungen entstanden sind. Argulus schädigt nicht nur die Fischhaut und eröffnet damit die Möglichkeit von sekundären Infektionen (Balterien, Pilze etc.), sondern kann auch aktiv als Überträger agieren.

Vor der Quarantäne können z.B. die Fische in einem maximal 15 minütigen Bad bei 15 g/L Kochsalz genauer untersucht werden und ggf. abfallende Parasiten entfernt werden.

In der Quarantäne, welche über eine ausreichende Größe und biologische Filterung verfügen muss, können die Fische stufenweise bis auf 9g/L mit Kochsalz versorgt werden (bei Kois und Goldfischen i.d.R. kein Problem, bei anderen Fischarten genauer zu beobachten), langfristig sollten allerdings 6g/L nicht überschritten werden. Die Abwägung ist abhängig vom Gesundheitszustand und der “Stressresistenz” der einzelnen Fische. Der Vorteil beim “Salzbad” ist neben der Schädlichkeit für die Parasiten insbesondere die positive Reizung der Schleimhaut.

Es muss genau beobachtet werden wo sich ein Parasit löst und dieser ob lebendig oder nicht muss entfernt werden.

Erst wenn man sich sicher ist, die Quarantäne erfolgreich beenden zu können, sollten die Fische wieder in den Teich, bis dahin wird der Wirtsverlust dort sein übriges getan haben.

In der Teichwirtschaft wird solch ein Problem mit Anhebung des pH-Wertes über 9,8 angegangen, ebenso kann im Restwasser durch Anhebung des Salzgehaltes, der auf die Gesamtgröße des Teiches kalkuliert sein muss und nach Neubefüllung nicht 1g/10L überschreiten sollte, förderliche Umstände geschaffen werden.

Es ist aber auf jeden Fall empfehlenswert einen echten Fachmann vor Ort hinzuzuziehen (einen kompetenten Fisch-Tierarzt, keinen Laien), dieser könnte ggf. entscheiden inwiefern ein wirksames Therapeutikum abhängig von den tatsächlichen Gegebenheiten evtl. förderlicher wäre.

Thema: Antworten auf individuelle Fachfragen | Kommentare (0) | Autor: FIBERI

Soll Salz in einen 5000L Teich

Montag, 20. Juli 2009 14:03

Leserfrage:

Ich habe seit einiger Zeit Probleme in meinem Gartenteich
(ca 5000 Liter – bestückt mit Kois, Goldfische, Orfen).
Ein Pilzbefall wurde vor einiger Zeit mit einem Medikament
behandelt. Nun habe ich von einem Fischzüchter gehört,
ich sollte meinen Teich mit einer Kochsalzlösung anreichern (bei 5000 Liter ca 15 kg Kochsalz). Können Sie
mir diese Vorgehensweise empfehlen ?. Wie soll ich dann
vorgehen ? Soll die Konzentration langsam auf 0,3 gesteigert werden ?

In Ermangelung ausreichender Informationen können wir hier leider nichts ausdrücklich empfehlen, allerdings können wir gerne die wichtigen Kernpunkte kommentieren.

5000L ist für einen Besatz mit Kois und Orfen sehr klein, da diese Fische i.d.R. sehr groß werden und neben den i.d.R. sich gut vermehrenden Goldfischen die organische Belastung des Teichsystems sehr steigern, insofern der Besatz allerdings kontrolliert und die Haltungsbedingungen optimal gehalten würden (durch entsprechenden Wasserwechsel und angemessene biologische Filterleistung) wäre dem im Prinzip nichts entgegenzusetzen. Hier aber bestehen bereits Probleme und die Größe entspricht einer ordentlich bemessenen Innenhälterung für eine ordentliche Koihaltung, welche nur im Bedarfsfall und nicht ständig zum Einsatz käme und ist somit nicht optimal.

Es ist also zu prüfen ob der Besatz nicht zu hoch ist, also die Menge der Fischmasse im Vergleich zur Filterleistung und daraus resultierender Wasserqualität. Im Zweifel würden wir empfehlen die Kois und Orfen in gute Hände abzugeben und nicht mehr als ca. 20 ausgewachsene Goldfische zu halten oder die Sache andersherum zu betrachten. Von der Endgröße ausgewachsener Fische ausgehend ist die Teichgröße jedenfalls besser für die Goldfische geeignet.

Die Behandlung jeglicher Erkrankung im Teich ist abzulehnen. Eine ordentliche Zierfischhaltung setzt das Verfügen über eine angemessene Quarantäne Ausstattung voraus. Gerade Verpilzungen sind i.d.R. eine Sekundärerscheinung die parallel zu schwerwiegenderen Erkrankungen oder Stressungen auftreten.

Eine optimale Behandlung wäre ein angemessenes Kochsalzbad (bis ca. 6g/L, kurzzeitig evtl. mehr) in einer Quarantäne gewesen. Im Teich haben gar keine Medikamente etwas zu suchen. Es drängt sich für uns ebenfalls der Verdacht auf, daß “Malachitgrün” verwendet wurde, da dieses von Nicht-Experten (dazu zählen wir ggf. auch unkundige Tierärzte) gerne “verordnet” wird, allerdings sowohl den Fischen direkt als auch der Teichbiologie erheblichen Schaden zufügen kann und sicherlich wird, bzw. hat, dieses verursacht weiteren gesundheitsschädlichen Stress.

Kochsalz gehört in der vorgeschlagenen Menge aber ebensowenig in einen Gartenteich, insofern dort ein gut laufendes biologisches System angestrebt wird. Falls der Teich einem nackten Betonbecken gleicht und neben Algen und ausser den Fischen alles “lebendige” eliminiert werden soll (wie es bei vielen Koihaltern dem Anschein nach trauriger- und “unprofessioneller”-weise angestrebt wird) wäre unter Einhaltung und Kontrolle der weiteren Haltungsparameter nichts direkt einzuwenden, es ist allerdings nicht optimal und im Sinne der bedürfnisgrechten Haltung langfristig auch abzulehnen.

Für diesen konkreten Fall würde folgende Vorgehensweise aus unserer Sicht Sinn machen:

Zunächst ein möglichst kompletter Wasserwechsel um Restgifte aus vorhergehenden Behandlungen auszuschließen. Das Wasser darf keine großen Temperaturdifferenzen hervorrufen, der gesamte Vorgang darf auch keinen besonderen Stress in der Durchführung hervorrufen. Ein Wasserwechsel von grundsätzlich 20% pro Woche wäre ebenfalls sehr zu befürworten. Bei jedem Wasserwechsel einfach 1g naturbelassenes Meersalz pro 10 Liter Frischwasser dazugeben. Das fördert die Fischgesundheit immens durch Versorgung mit wichtigen Spuren- und Mengenelementen, inkl. des wichtigen Natriums und Chlorid. Der Teich sollte ggf. ebenfalls mit neuen Filterbakterien angeimpft werden. Nach Möglichkeit wäre ein Wassertest regelmäßig nicht schädlich (insofern er aussagekräftig ist), dabei ist besonders auf Ammoniak und Nitrit zu achten. Moderig riechende Schlammanhäufungen sollten auch regelmäßig entfernt werden.

Wenn sich der Zustand der Fische nicht bessert, diese in eine ordentlichen Quarantäne einsetzen mit ca. 6g Kochsalz pro Liter, wichtig dabei ist, daß beim Wasserwechsel korrekt nachdosiert wird und insgesamt die Fische stufenweise an höhere und später wieder niedrigere Gehalte gewöhnt werden (in 1 oder 2 Gramm-Schritten pro 1-2 Tage). In dieser Dosis können sie lange bleiben. Wenn dies nicht ausreicht, oder am besten parallel fachkundige Hilfe dazuholen (versierte Tierärzte, keine Laien).

Gesammelte Informationen zum Thema Kochsalz finden sich HIER.

Für Nachfragen stehen wir hier gerne zur Verfügung.

Thema: Antworten auf individuelle Fachfragen | Kommentare (2) | Autor: FIBERI

Kochsalz im Futter hilft gegen Nitritvergiftungen

Mittwoch, 15. Juli 2009 9:49

Der negative Effekt hoher Nitritwerte ist in der Aquakultur schon lange bekannt, so wird das Hämoglobin im Blut umgewandelt in das Methämoglobin, welches nicht mehr in der Lage ist Sauerstoff zu binden und zu transportieren.

Als erste Strategie neben der Wiederherstellung optimaler Wasserparameter wird Kochsalz (NaCl) ins Wasser gegeben um durch ein Überangebot der Chlorid-Ionen dafür zu sorgen, daß das giftige Nitrit über die sich in den Fischkiemen befindlichen Chloridzellen nicht mehr aktiv aufgenommen wird.

Allein dieser Konkurrenz an den Chlorid-Zellen wurde bisher der positive Effekt des Kochsalzes zugeschrieben.

Eine neue Untersuchung (Welker, 2007) beim Kanalwels (Ictalurus punctatus) lässt darauf schließen, daß NaCl auch bei Verfütterung einen bisher noch ungeklärten positiven Effekt gegen eine drohende Nitritvergiftung hat.

So wurden über 10 Wochen verschiedene Versuchsgruppen dieser Fischart 2 mal am Tag mit verschiedenen Kochsalzanteilen im Futter sattgefüttert. Nach der 6. sowie der 10. Woche wurden diese einem Nitritwert von > 7mg/L ausgesetzt, dabei zeigte sich, daß die Sterblichkeit geringer wurde mit höherem Salzgehalt im Futter. Die Sterblichkeit bei dem höchsten Konzentrationswert (4% NaCl) lag bei 12,5% weit niedriger als bei der Kontrollgruppe mit einer Sterblichkeit von 57,5%.

Allerdings ließ sich daraus nicht schließen was genau der Effekt der Salzzugabe ist, vielmehr müssen bei geringeren Nitrit-Konzentrationen noch genauere Studien gemacht werden.

Da bei der Verfütterung von Kochsalz ebenfalls Nebenwirkungen durch Darmentzündungen zu erwarten sind, bedarf es ebenfalls genauerer Untersuchungen um einen wirklichen Nutzen zum Risiko abschätzen zu können.

Im Zierfischbereich, der nicht so sehr auf Kosteneinsparung angewiesen ist, wie die Aquakultur, ist die Kochsalz-Anwendung als Wasserzusatz weiterhin bei weitem sicherer und effektiver als die Zugabe zum Futter.

Thema: Fischernährung, Fischpathologie | Kommentare (0) | Autor: FIBERI

Kochsalz als Allheilmittel

Freitag, 10. Juli 2009 10:22

Wir bekommen in letzter Zeit immer mehr Anfragen dazu warum Kochsalz so gut sein soll, ob es wirklich so gut ist, warum Tierärzte es dann nicht verschreiben würden usw.

Die Fakten sind:

Kochsalz ist in der richtigen Anwendung als wirksam erwiesen.

Tierärzte handeln beim Medikamenten-Verkauf evtl. gewerblich (nicht tierärztlich-freiberuflich) und Gewerbe beinhaltet eine Gewinnerzielungsabsicht.
Mit Kochsalz lässt sich kein Gewinn machen. Es ist fraglich inwiefern dieser Umstand den Tierarzt in seiner Therapie-Empfehlung beeinflusst. Eine Frage, die hier keine Unterstellung sein soll, aber an sich sehr berechtigt ist. Grundsätzlich sehen wir es aber auch als fraglich an, inwiefern die Tierärzteschaft mit den Grundlagen wirklich vertraut ist.

Das Grundproblem steckt weniger in der Medikamentierung, als in der Anwendung. Wer keine Quarantäne-Anlage besitzt handelt ggf. tierschutzwidrig. Kochsalz hat (genau wie grundsätzlich jede andere “Medizin”) in akuten therapeutischen Dosen nichts in einem Teich (oder eingelaufenem Aquarium) zu suchen. Es schadet ggf. der gesamten Biologie.

Würde jeder Zierfischhalter, egal ob im Aquarium oder Gartenteich seinen tierschutzgesetzlichen Vorgaben nachkommen und eine bedürfnisgerechte Haltung anbieten, so wäre eine Quarantäne-Ausstattung vorhanden und es könnte bei den entsprechenden Erkrankungen (dazu gehören die meisten Parasiten) eine angemessene Kochsalzbehandlung stattfinden.

Kochsalz ist kein gutes Heilmittel, weil es schon lange bekannt ist, sondern weil es weiterhin in der richtigen Anwendung sehr wirksam und in Relation zu allen anderen Mitteln unschädlich ist. Ebenso gehört nichts anderes in Laienhand!

Thema: Fischgesundheit | Kommentare (2) | Autor: FIBERI

Goldfisch mit “Lochkrankheit”

Dienstag, 7. Juli 2009 15:45

Leserfrage:

Hallo Experten-Team,

ich weiß mir keinen Rat mehr bei meinen Kometen im Aquarium! Anfang Mai habe ich mir 2 neue Goldfische vom Züchter gekauft. Habe die beiden Fische für 6 Wochen in Quarantäne gehalten, jeden zweiten Tag das Wasser gewechselt, ca. 4 g / Liter Meersalz zugegeben und mit einem großen Aussenfilter mit UV-C Klärer gefiltert. Nach etwa einer Woche haben die beiden auch ganz starken Ichtyo-Befall bekommen, dieser ist durch die Kochsalzbehandlung und den UV-C-Klärer innerhalb von 2 Wochen verschwunden. Nach insges. 6 Wochen Quarantäne und ohne weitere Krankheitsanzeichen habe ich einen Pilotfisch aus meinem alten Bestand dazu gesetzt. Nach 2 weiteren Wochen waren auch alle Fische nach wie vor gesund, die Neuen haben aber dem Pilotfisch etwas die Flossen angeknabbert. Nun hab ich vor einigen Wochen alle 3 Fische ins Aquarium gesetzt und weiter mit UV-C und Salzzusatz gepflegt (langsam auf 2 g / Liter abgesenkt). Die Fische haben gleich in der ersten Woche zu Treiben begonnen, wobei ein paar Verletzungen an den Flossen nicht ausgeblieben sind. Diese haben sich jetzt aber entzündet und haben rote Wundränder. Ausserdem hatte einer der Neuen erst eine ganz kleine Veränderung am Kiemendeckel, die jetzt zu einem großen Loch mit rot entzündeten Wundrändern geworden ist. Was kann ich machen, ich befürchte dass die Fische eine ernsthafte Erkrankung haben?
Viele Grüsse
Gabi

Hallo Gabi,

die letztendlich geschilderten Symptome deuten auf ein ernstes Problem hin, dazu kommen wir aber später noch genauer, vorher würden wir gerne Ihre Anfrage zur weiteren Klärung genauer differenzieren.

Anfang Mai habe ich mir 2 neue Goldfische vom Züchter gekauft. Habe die beiden Fische für 6 Wochen in Quarantäne gehalten, jeden zweiten Tag das Wasser gewechselt, ca. 4 g / Liter Meersalz zugegeben und mit einem großen Aussenfilter mit UV-C Klärer gefiltert.

Sehr gut! Der richtige Weg ist immer eine Quarantäne durchzuführen, insbesondere mit Kochsalz (kann aber problemlos und sollte evtl. bis 6g/L schrittweise gesteigert werden, siehe HIER), welches ersetzt durch Meersalz durch eine erhöhte Versorgung mit Spuren- und Mengenelementen den Fisch besonders unterstützt. Ebenso hilft eine UV-Lampe im Filterkreislauf den bakteriellen Druck auf die wahrscheinlich gestressten Fische zu verringern.

Wenn die Fische vom “Züchter” kommen, vermuten wir aus Laienhand, dieses hat zwar zum einen den Vorteil, daß die Fische nicht evtl. tierschutzwidrig importiert wurden, aber zum anderen sind uns viele Beispiele bekannt, in denen gerade unter Goldfischlaien Tiere unnötig mit Medikamenten vergiftet oder zumindest sublethal gestresst werden.

Leider können wir aus Ihren Schilderungen nicht mehr über die genauere Durchführung Ihrer Quarantäne erfahren, somit ist für uns nicht auszuschließen, daß auch hier Stressfaktoren vorhanden gewesen sein können. So ist insbesondere immer sicherzustellen, daß die biologische Filterung optimal arbeitet, da ein Wasserwechsel diese niemals ersetzen kann und an sich ebenfalls einen weiteren Stressfaktor darstellen kann. Die Giftwirkung durch Ansammlung von Ammonium/Ammoniak und/oder Nitrit sind niemals zu unterschätzen.

Nach etwa einer Woche haben die beiden auch ganz starken Ichtyo-Befall bekommen, dieser ist durch die Kochsalzbehandlung und den UV-C-Klärer innerhalb von 2 Wochen verschwunden.

Kochsalz ist das Mittel der Wahl gegen Ichthyo, da die Fische gerade am Verlust von Elektrolyten versterben, weil der Parasit die osmotische Barriere an Haut und Kiemen zerstört. Die Schwärmer als einzig angreifbares Stadium mit UV-Strahlen im geschlossenen Filterkreislauf anzugreifen ist ebenfalls sehr gut.

Ichthyo ist ein typischer Schwächeparasit, der wenn er erfolgreich überwunden wurde eine gute Resistenz gegen Neuinfektionen bedingen kann. Es ist daher niemals auszuschließen, daß stets ein paar Erreger von gesund erscheinenden Fischen mitgeschleppt werden, die dann später andere Fische befallen oder bei den eigenen Wirten durch stressbedingte Unterdrückung des Immunsystems wieder ausbrechen können. Mehr Infos zu Ichthyo finden sich HIER.

Nach insges. 6 Wochen Quarantäne und ohne weitere Krankheitsanzeichen habe ich einen Pilotfisch aus meinem alten Bestand dazu gesetzt. Nach 2 weiteren Wochen waren auch alle Fische nach wie vor gesund, die Neuen haben aber dem Pilotfisch etwas die Flossen angeknabbert.

Sechs Wochen sind i.d.R. ein guter Zeitrahmen, 2 Wochen dranzuhängen ist ebenfalls lobenswert. Die Frage ob ein Pilotfisch einen Zweck erfüllt ist fraglich, insbesondere in tierschutzrechtlicher Sicht. Zum Thema Quarantäne finden sich HIER weitere Informationen.
Daß Goldfische sich gegenseitig anknabbern ist leider häufig der Fall, der Verlust von Flossen und sogar der Augen ist dabei nicht auszuschließen (siehe HIER), ein weiterer Stress für den Geschädigten ebenso nicht.

Nun hab ich vor einigen Wochen alle 3 Fische ins Aquarium gesetzt und weiter mit UV-C und Salzzusatz gepflegt (langsam auf 2 g / Liter abgesenkt).

Wenn die Fische jetzt erst in ein “Aquarium” gesetzt worden sind, hoffen wir nicht, daß sie vorher in einem anderen Behälter in Quarantäne waren, da insbesondere durch das Umsetzen von einem “Kübel” mit Aufsicht, der insgesamt ggf. untauglich zur Fischhaltung ist, in ein Aquarium mit Seitenansicht, bzw. umgekehrt, ebenfalls erheblichen Stress verursachen kann. Da die Fische sich im Rahmen ihres Fluchtreflexes immer wieder umstellen, bzw. lernen müssen, daß keine Gefahr besteht beim Herantreten an das Becken. 2g/L Salz im Stammbecken sind zu viel und nicht nötig, es beeinflusst zu sehr die biologischen Umweltbedingungen. Innerhalb der Quarantäne hätte schrittweise eine Steigerung auf bis zu 6g/L und schrittweise eine Verringerung zurück auf ca. 0g/L erreicht werden müssen. Für die normale Haltung gesunder Goldfische ist ein natürlicher Meersalzzusatz von 1g/10L vollkommen ausreichend.

Die Fische haben gleich in der ersten Woche zu Treiben begonnen, wobei ein paar Verletzungen an den Flossen nicht ausgeblieben sind. Diese haben sich jetzt aber entzündet und haben rote Wundränder.

Das Einsetzen des Laichtreibens ist zunächst ein gutes Zeichen, ein leidender Fisch wird sich nicht fortpflanzen wollen. Allerdings stellt dieser Vorgang ebenfalls eine Quelle für erheblichen Stress dar, insbesondere auf hormoneller Ebene. Hier wird viel Energie verbraucht! Daneben kann das Paarungsverhalten bei Karpfenfischen sehr agressiv sein und schwerwiegende Verletzungen oder sogar den Tod der Beteiligten (meist der gejagten Weibchen) verursachen. Hier haben sich nach Ihren Aussagen ja auch die Verletzungen ereignet.

Die Fischhaut ist eigentlich sehr gut gegen eine mögliche Infektion mit Krankheitserregern geschützt. Wenn diese allerdings verletzt wird, entsteht eine Eintrittspforte insbesondere für Bakterien, aber auch Pilze, welche sich bei einem stressbedingt geschwächten Immunsystem schnell ansiedeln und vermehren können.

Ausserdem hatte einer der Neuen erst eine ganz kleine Veränderung am Kiemendeckel, die jetzt zu einem großen Loch mit rot entzündeten Wundrändern geworden ist.

Diese kann ebenfalls auf dieselben Umstände zurückzuführen sein.

Es bleibt insgesamt für uns festzustellen, daß erheblicher Stress bestand und besteht und die Fische zusätzlich verletzt wurden. Dieses bedingt sehr häufig die Möglichkeit schwerer Infektionen.

Ein Loch im Kiemendeckel deutet ebenfalls auf eine schwere Infektion hin, welche das Immunsystem des betroffenen Fisches dem Anschein nach nicht alleine bewältigen kann.

Zunächst ist das Wichtigste den Stress soweit es geht zu bewältigen. Die Fische sollten zunächst geschlechtlich getrennt werden. Die Männchen erkennt man am einfachsten am Laichausschlag (siehe HIER). Da die Weibchen Mengen von Pheromonen ans Wasser abgeben (siehe HIER), sollte ein kompletter Wasserwechsel durchgeführt werden, aber dabei auf den Salzgehalt achten, damit kein Schock durch zu große Schwankungen eintreten. Der Kochsalzgehalt sollte wieder langsam auf 6g/L hochgefahren werden und eine optimale biologische Filterung muss gewährleistet sein, nötigenfall muss der Filter und der Bodengrund angeimpft werden (siehe HIER). Die Temperatur bedingt ebenfalls die Filterleistung (siehe HIER). Welche Temperatur für die Goldfische am besten ist, können wir von hier nicht beurteilen, insgesamt ist für den Goldfisch als eindeutiger Warmwasserfisch ein höherer Bereich vorzuziehen, auch hier dürfen durch kurzfristige Schwankungen keine weiteren Stressungen erfolgen (siehe HIER).

Der Umstand, daß die Infektionen bereits “lochartige” Schädigungen verursachen, deutet darauf hin, daß ohne professionelle Hilfe eine Heilung vielleicht nicht möglich ist. Hier kommen Sie ohne einen Tierarzt nicht weiter, insofern dieser versiert ist und sich mit der genaueren Diagnose und angemessenen Therapie auskennt, dürfte kein Problem bestehen. Falls in Ihrer Gegend kein versierter Tierarzt verfügbar ist, sie allerdings einen “Haustierarzt” kennen, helfen wir gerne im direkten Austausch weiter, hierzu kann dieser sich gerne direkt an uns wenden. Für diesen empfehlen wir ebenfalls unsere Internetpräsenz unter www.Fischheilkunde.de zu besuchen.

Mit besten Grüßen aus der Redaktion der Fisch(erei) Beratung Ritter

Thema: Antworten auf individuelle Fachfragen | Kommentare (2) | Autor: FIBERI







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